Ekando Kumer baut ein Ausbildungszentrum mit Volksschule für Mädchen im Sudan


Altakamul und Albaraka, südöstlich von Khartum, der Hauptstadt des Sudan sind zwei multiethnische und multikonfessionelle Dörfer. Sie sind aus Flüchtlingscamps von Binnenflüchtlingen aus den Bürgerkriegsgebieten im südlichen Sudan und Darfur entstanden. Viele Mädchen erhalten hier keine Schulbildung. 90% der Frauen sind Analphabetinnen. Hier in diesen beiden Dörfern engagiert sich Ekando Kumer.

Unterstützen Sie unser Projekt „Schulbildung für Mädchen im Sudan“. Wir bauen ein Ausbildungszentrum mit Volksschule und ermöglichen Mädchen, deren Familien auf die Genitalver-stümmelung verzichten, Schulbildung.

Außer dem Schulbesuch werden bei Bedarf auch Hirse-Rationen und ärztliche Versorgung übernommen, sowie je ein Kleidungs-stück und ein Paar Schuhe. Da die Flüchtlingskinder in Armut leben und ohne Frühstück zur Schule kommen, gibt es auch eine Schuljause.

Mit einer Patenschaft von nur Euro 150,-- pro Jahr kann ein Mädchen die Schule besuchen und wird vor der Genitalverstümmelung bewahrt.

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So können Sie konkret helfen ...

 
  • Ein Baustein für die Mädchenvolksschule Euro 5,--
  • Schuluniform Euro 15,--
  • Patenschaft Euro 150,--
  • Möbel für eine Schulklasse Euro 1.000,--
  • Baukosten für eine Schulklasse Euro 7.500,--

Bringen wir den Stein ins Rollen,
damit Zukunft Zukunft hat mit einem Leben in Gesundheit und Menschenwürde.

Durch Ausbildung und Aufklärung
können Mädchen und Frauen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen!

 

Genitalverstümmelung– fgm (female genital mutilation)

Im Sudan erleiden fast alle Mädchen im Alter von 4 bis 12 Jahren die ”Pharaonische Beschneidung”.
Weltweit sind etwa 155 Millionen Frauen genital verstümmelt. Teile der äußeren Genitalien werden ihnen mit Messern, Glasscherben oder Rasierklingen weggeschnitten. Und täglich kommen 6.000-7.000 genitalverstümmelte Mädchen dazu, sofern sie den Eingriff überhaupt überleben!

Im Sudan wird die schlimmste Form praktiziert, die Pharaonische Beschneidung, auch Infibulation genannt: Dabei werden den meist 4 bis 12-jährigen Mädchen die Klitoris, sowie die inneren und äußeren Schamlippen weggeschnitten und der gesamte Urogenitalbereich mit Hautresten zugenäht, bis auf eine einzige winzige Öffnung für Harn und Menstruationsblut.

Körperliche Folgeschäden, wie Fisteln, chronische Harninfekte und Nierenerkrankungen stellen eine lebenslange gesundheitliche Beeinträchtigung dar. Die Harnentleerung dauert bis zu einer halben Stunde und ist oft schmerzhaft. Chronische Harninfekte und Nierenerkrankungen resultieren daraus. Ein erhöhtes Geburtsrisiko führt zu einer erhöhten Todesrate. Vor jeder Geburt - teilweise schon am Hochzeitstag - wird aufgeschnitten und nach jeder Geburt wieder zugenäht. Die genitale Verstümmelung verursacht unsagbares physisches und psychisches Leid – meist ein Leben lang.

In 28 afrikanischen Staaten sind bis zu 90 % aller Frauen und Mädchen von dieser Gewaltanwendung betroffen – im Sudan allein sind 19 Millionen Mädchen und Frauen solcherart verletzt!

Mädchen, die nicht genital verstümmelt sind, werden im Sudan sozial ausgegrenzt und haben keine Heiratschancen. Somit sind sie für ihre Familie eine Schande und eine ewige finanzielle Belastung. Auch die Mädchen selbst wollen nicht “anders sein”, sondern dazugehören.

Unser Projekt

Deshalb gelingt unser Projekt nur, wenn wir fast alle Mädchen eines Dorfs fördern und die Eltern zum Umdenken gewinnen können. Nur wenn die Mehrheit nicht mehr genital verstümmelt wird, verebbt die soziale Ausgrenzung. Das ist möglich, wie unsere ersten Erfolge zeigen!

Unser multiprofessionelles sudanesisches Team klärt die Familien im Sudan vor allem über die gesundheitlichen Folgen auf, damit sie ihre Mädchen nicht mehr genital verstümmeln lassen. Wir stellen den Zusammenhang her zwischen den vielen Infektionen, Fisteln, Geschwüren und den Todesfällen bei der Beschneidung und bei der Geburt eines Babys.


Wir bauen ein Ausbildungszentrum

Alphabetisierungskurse für alle interessierten Frauen  
Kurse für Handfertigkeiten und Kenntnisse, die eigenständige Existenzmöglichkeiten für Mädchen und Frauen schaffen und sie so auch vor einer Zwangsehe bewahren können.  
Aufklärungsveranstaltungen und Beratungen:
Unsere Mädchen und deren Familien sollen laufend mit Infos betreut werden, um sie im fgm-Stopp zu bestärken, damit sie nicht irgendwann einem gesellschaftlichen Druck nachgeben. Mädchen werden auch Nein-sagen lernen zu fgm, Frühehe und Zwangsheirat.
 
Für Burschen/Männer: Umgang mit genital verstümmelten und unversehrten Frauen.  
Psychologische Hilfe und medizinische Beratung auch für genital verstümmelte Mädchen und Frauen bei Folge-Erkrankungen und Schmerzen.  

  

Zukunftsperspektiven durch das Ausbildungszentrum:

      Es gilt, den Ausweg  aus der Armutsspirale zu ermöglichen, sowie den Teufelskreis von

      Genitalverstümmelung, Zwangsheirat, Frühehe und 6-10 Geburten pro Frau zu stoppen.

 

Dauer des Projektes

Das Projekt ist zunächst auf vier Jahre ausgerichtet. Wir erwarten, dass bis dann eine Eigendynamik entstanden ist, die uns nicht mehr “braucht”.