| Ekando Kumer baut ein Ausbildungszentrum mit Volksschule für Mädchen im Sudan | ||||||||||||||
Unterstützen Sie unser Projekt „Schulbildung für Mädchen im Sudan“. Wir bauen ein Ausbildungszentrum mit Volksschule und ermöglichen Mädchen, deren Familien auf die Genitalver-stümmelung verzichten, Schulbildung. Außer dem Schulbesuch werden bei Bedarf auch Hirse-Rationen und ärztliche Versorgung übernommen, sowie je ein Kleidungs-stück und ein Paar Schuhe. Da die Flüchtlingskinder in Armut leben und ohne Frühstück zur Schule kommen, gibt es auch eine Schuljause. Mit einer Patenschaft von nur Euro 150,-- pro Jahr kann ein Mädchen die Schule besuchen und wird vor der Genitalverstümmelung bewahrt. |
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Bringen wir den Stein ins Rollen,
Genitalverstümmelung– fgm (female genital mutilation) Im Sudan erleiden fast alle Mädchen im Alter von 4 bis 12 Jahren die ”Pharaonische Beschneidung”. Im Sudan wird die schlimmste Form praktiziert, die Pharaonische Beschneidung, auch Infibulation genannt: Dabei werden den meist 4 bis 12-jährigen Mädchen die Klitoris, sowie die inneren und äußeren Schamlippen weggeschnitten und der gesamte Urogenitalbereich mit Hautresten zugenäht, bis auf eine einzige winzige Öffnung für Harn und Menstruationsblut. Körperliche Folgeschäden, wie Fisteln, chronische Harninfekte und Nierenerkrankungen stellen eine lebenslange gesundheitliche Beeinträchtigung dar. Die Harnentleerung dauert bis zu einer halben Stunde und ist oft schmerzhaft. Chronische Harninfekte und Nierenerkrankungen resultieren daraus. Ein erhöhtes Geburtsrisiko führt zu einer erhöhten Todesrate. Vor jeder Geburt - teilweise schon am Hochzeitstag - wird aufgeschnitten und nach jeder Geburt wieder zugenäht. Die genitale Verstümmelung verursacht unsagbares physisches und psychisches Leid – meist ein Leben lang. In 28 afrikanischen Staaten sind bis zu 90 % aller Frauen und Mädchen von dieser Gewaltanwendung betroffen – im Sudan allein sind 19 Millionen Mädchen und Frauen solcherart verletzt! Mädchen, die nicht genital verstümmelt sind, werden im Sudan sozial ausgegrenzt und haben keine Heiratschancen. Somit sind sie für ihre Familie eine Schande und eine ewige finanzielle Belastung. Auch die Mädchen selbst wollen nicht “anders sein”, sondern dazugehören. Unser Projekt Deshalb gelingt unser Projekt nur, wenn wir fast alle Mädchen eines Dorfs fördern und die Eltern zum Umdenken gewinnen können. Nur wenn die Mehrheit nicht mehr genital verstümmelt wird, verebbt die soziale Ausgrenzung. Das ist möglich, wie unsere ersten Erfolge zeigen! Unser multiprofessionelles sudanesisches Team klärt die Familien im Sudan vor allem über die gesundheitlichen Folgen auf, damit sie ihre Mädchen nicht mehr genital verstümmeln lassen. Wir stellen den Zusammenhang her zwischen den vielen Infektionen, Fisteln, Geschwüren und den Todesfällen bei der Beschneidung und bei der Geburt eines Babys.
Zukunftsperspektiven durch das Ausbildungszentrum: Es gilt, den Ausweg aus der Armutsspirale zu ermöglichen, sowie den Teufelskreis von Genitalverstümmelung, Zwangsheirat, Frühehe und 6-10 Geburten pro Frau zu stoppen.
Dauer des Projektes Das Projekt ist zunächst auf vier Jahre ausgerichtet. Wir erwarten, dass bis dann eine Eigendynamik entstanden ist, die uns nicht mehr “braucht”.
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